Den Garten aufs Frühlingserwachen vorbereiten

Den Garten aufs Frühlingserwachen vorbereiten

Noch ist der Winter nicht zu Ende, aber die ersten zarten Anzeichen dafür, dass der Garten bald aus dem Winterschlaf erwachen wird, sind bereits jetzt sichtbar. Obgleich die Frostgefahr noch lange nicht gebannt ist, steigert ein kleiner Spaziergang durch den eigenen Garten bei Tauwetter die Vorfreude auf die wärmere Jahreszeit.

Wenn Sie im vergangenen Herbst Frühlingsblumenzwiebeln gesetzt haben, sehen Sie jetzt schon die ersten Ergebnisse Ihrer „Bemühungen": Schneeglöckchen, Krokusse und Winterlinge gehören zu den ersten Frühjahrsblühern. Und von Narzissen und Traubenhyazinthen lugen bereits die ersten grünen Triebe aus der Erde. Auch die Blütezeit von Christrose und den ersten Stauden wie Bergenie und Immergrün beginnt bereits jetzt... Apropos: Notieren Sie Ihre Beobachtungen unbedingt in einem Gartennotizbuch. So können Sie auch festhalten, was Sie im nächsten Herbst eventuell tun müssen, damit das Farbenspiel am Ende des Winters im kommenden Jahr noch prachtvoller wird! In Töpfe gesetzte Blumenzwiebeln müssen dringend gegossen werden, um ein Austrocknen, vor allem nach einer Frostperiode, zu verhindern. Dasselbe gilt auch für Topfsträucher: Sie leiden oft sehr unter der Trockenheit nach strengem Frost. Aber auch zu viel Wasser tut ihnen nicht gut, weshalb Sie die Topfuntersetzer regelmäßig entleeren sollten. Steuern Sie gegen, wenn das Wetter wieder einmal über die Stränge schlägt!

Wenn der Garten frostfrei ist und es nicht übermäßig viel regnet, können Sie Bäume, Sträucher, Rosenstöcke und Obstgehölze zurückzuschneiden. Jetzt ist es Zeit, diesen Gehölzen durch Entfernung von abgestorbenem oder krankem Geäst eine Verjüngungskur zu verpassen und sie für einen harmonischen Wuchs in Form zu schneiden. So kann der Pflanzensaft gut zirkulieren, was eine schönere Blüte und eine optimale Befruchtung zur Folge hat. Achten Sie darauf, die Zweige stets schräg abzuschneiden, damit das Regenwasser entgegengesetzt zur nächstgelegenen Knospe abfließen kann, um Fäulnis entgegen zu wirken.

Im Februar und Anfang März ist es außerdem an der Zeit, den Boden zu bearbeiten, sofern er frostfrei und nicht zu nass ist. Sie können zur Düngung eine Schicht Kompost oder verrotteten Dungs aufbringen, die Sie dann im März untergraben. Bei dieser Gelegenheit können Sie auch gleich die Beeteinfassungen mit einem messerscharfen Spaten oder einem halbmondförmigen Kantenstecher auf Vordermann bringen. Allerdings sollten Sie die Beete nur dann umgraben, wenn der Standort mehrjähriger Pflanzen durch Pflanzschilder gekennzeichnet ist: Andernfalls kann es leicht passieren, dass Sie deren noch unsichtbare Stümpfe zerstören, bevor sie in einigen Wochen wieder austreiben.

Und wenn das Wetter für die Gartenarbeit wirklich noch zu ungemütlich ist, bleibt Ihnen immer noch die Vorfreude auf die kommende Gartensaison. Wälzen Sie Gartenkataloge, bestellen Sie Gartenartikel und planen Sie Ihre zukünftigen Beete! Planen Sie Platz für einen Gemüsegarten ein. Einige aromatische Kräuter wie Salbei, Thymian, Schnittlauch, Minze und Dill gehören zum Standardrepertoire. Achten Sie aber auf die Bedürfnisse der einzelnen Pflanzen: Kräuter, die eher einen lockeren, feuchten Boden mögen, wie die Minze, sollten Sie nicht zusammen mit Kräutern anbauen, die einen kargen und trockenen Boden bevorzugen, wie zum Beispiel Thymian. Die Aussaat von Gemüse (Karotten, Tomaten, Zwiebeln...) muss noch warten, bis der Boden gut durchwärmt ist. Der Februar ist also ein Übergangsmonat, in dem man wunderbar die Gartensaison planen kann. Bei günstigen Wetterverhältnissen sind aber durchaus auch schon einige nützliche Arbeiten im Freien möglich.


Caroline Géneau
VIKING Garten-Expertin