Drei Wünsche für meinen Garten 2018

Drei Wünsche für meinen Garten 2018

2018 wird ein Jahr der Blüte für meinen jungen Garten. Die ersten Bepflanzungen habe ich im Herbst 2013 vorgenommen. Man kann sagen, dass es mindestens 5 Jahre dauert, bis die allgemeine Grundstruktur zu erkennen ist. Eine Ausnahme ist die reiche Ernte aus dem Gemüsegarten, der vom ersten Jahr an viel Freude bereitet hat. Also, was erwarten wir von 2018? Vor allem natürlich, dass es so weitergeht, und ...

  1. Dass das so empfindliche Gleichgewicht zwischen einheimischen Arten und denjenigen, die ich trotz aller austrocknenden Winde und Gischt gedeihen lassen möchte, gewahrt bleibt. Auf diese Weise verbinde ich optimale Widerstandsfähigkeit gegen die örtlichen klimatischen Bedingungen mit faszinierender Schönheit. Zunächst habe ich dem gesunden Menschenverstand folgend heimische Arten gepflanzt, womit ein robustes Ökosystem entstanden ist. Ich habe sehr viele Samen von einjährigen oder mehrjährigen Pflanzen ausgestreut und diejenigen natürlich wachsen lassen, die gut an die Bodenbedingungen und an die Situation angepasst sind. Jetzt stecke ich in die von Stauden geschützten Plätze, die mich anziehen, ausgefallene Zwiebeln und pflanze kleine, immergrüne Sträucher, die das „Gerüst des Gartens" verstärken – in allen vier Jahreszeiten. Ich lebe das ganze Jahr über in diesem Garten, deshalb finde ich auch jeden Tag etwas Neues, das mich über seine Entwicklung staunen lässt. Das soll so weitergehen, denn das verschafft mir eine wunderbare Inspiration, um den Tag gut zu beginnen – und zu beenden!
  2. Dass der Gemüsegarten jederzeit Quell der Freude ist, sowohl für den Gaumen, als auch für die Augen. Auch hier habe ich viele regionale Sorten getestet, Salate, Möhren, Kohl, Lauch usw. Außerdem habe ich Kräuter angebaut (verschiedene Sorten Thymian und Basilikum, Koriander, Rosmarin, Absinth, verschiedene Salbeiarten usw.). Bei einem guten Sommer mit sehr milden Temperaturen wie im letzten Jahr werde ich wieder Tomaten aus veredelten Pflanzen anbauen; sie sind etwas teurer, aber wirklich widerstandsfähig gegen Krankheiten. Und ich habe Blumen angebaut: Tagetes, Kapuzinerkresse, Borretsch, Gladiolen, Sonnenblumen etc., sodass sie von April bis November einen bunten Teppich bilden.
  3. Dass die Hecke, die jetzt die gewünschte Größe erreicht hat, weiterhin so harmonisch die Artenvielfalt unterstützt, als Schutz und Deckung für Insekten und Vögel. Dort habe ich mit ein paar gut gesetzten Schnitten mit der Baumschere dafür gesorgt, dass die kräftigsten Zweige stehen bleiben, während unerwünschter Wuchs begrenzt wird. Die wilde Clematis und der Hopfen beispielsweise sind zwei wunderschöne Rankgewächse, doch neigen sie dazu, die Hecke ganz für sich einzunehmen, genau wie die Brombeersträucher – so wunderbar ihre köstlichen Früchte sind, so erstickend können sie für ihre Nachbarn sein. Ein Garten soll vor allem ein Raum sein, wo man gut zusammenleben kann, und wo jeder einen komfortablen Platz für sich findet. Der Gärtner muss dafür sorgen, dass dies funktioniert.


Caroline Géneau
VIKING Garten-Expertin