Die Blumenwiese – selbst angelegt

Die Blumenwiese – selbst angelegt

Eine Blumenwiese. Dieses Bild regt zum Träumen an, erinnert an die Kindheit, an das Gefühl der Freiheit bei einem Spaziergang zwischen Wildkräutern mit den unterschiedlichsten Blüten ... Eine Blumenwiese kann jedoch auch auf kleinem Raum genauso wie so auf großen Flächen angelegt werden.

Sie haben die Wahl zwischen zahlreichen Pflanzengesellschaften. Berücksichtigen Sie dazu zunächst das Klima und die lokalen Besonderheiten (schauen Sie sich an, was an den Straßenrändern wächst), die Art des Bodens (kühl oder trocken) und seine Lage. Dann stellen Sie die Mischung zusammen – das können Sie entweder selbst machen und dazu Samen von einjährigen und mehrjährigen Pflanzen verwenden. Oder Sie kaufen eine fertige Mischung. Auch hier haben Sie wieder die Qual der Wahl, was Farben, Pflanzenhöhen, attraktive Arten für Vögel, Insekten, Schmetterlinge angeht usw. Vergessen Sie die Gräser nicht (10 bis 15 % der Mischung, mit Schwingel, wolligem Honiggras, Wildhafer usw.) und denken Sie an Hülsenfrüchte, die den Boden auflockern (ca. 20 % Esparsette, Klee, Wicke usw.). Für die Blumen, die den Hauptanteil bilden, mischen Sie einjährige (Flachs, Zinnie, Mohn usw.) und mehrjährige Arten (Gänseblümchen, Schafgarbe, Ambrosia usw.).

Ausschlaggebend für den Erfolg ist die Vorbereitung des Standorts. Er muss sauber sein, darf keine Steine enthalten, und vor allem keine Stauden und Sträucher. Sie können ihn in zwei Schritten reinigen, indem Sie die Samen unerwünschter Arten vor einer zweiten Auflockerung keimen lassen („falsches Saatbeet"). Wenn Sie den Boden mit einer Motorhacke umgraben, achten Sie darauf, dass keine verdichtete Schicht in geringer Tiefe entsteht ist, die die Verwurzelung junger Sämlinge beeinträchtigen könnte. Und wenn Sie sich entscheiden, die alte Grasnarbe zu behalten, müssen Sie trotzdem den Boden vorbereiten und auflockern, um eine optimale Keimung zu gewährleisten. Und auch Gärtner, denen nur eine kleine Fläche zur Verfügung steht, müssen nicht verzagen: Versuchen Sie es mit einer Aussaat in Pflanzgefäßen auf dem Balkon – ein völlig anderer Ansatz, romantisch und farbenfroh!

Die Aussaat erfolgt im Herbst oder ganz zu Beginn des Frühjahrs. Streuen Sie das Saatgut mit der Hand aus. Fügen Sie ihm Sand hinzu, um die Verteilung von feinen Samen zu erleichtern (3 Teile Sand für 1 Teil Saatgut). Drücken Sie das Saatgut an und wässern Sie es leicht. Im Herbst werden auch die Frühlingsblüher gepflanzt. Pflanzen Sie Narzissen und Holzhyazinthen im kühlen Boden, Zierlauch und Byzantinische Siegwurz in trockenem Boden – sie werden Sie im März/April überraschen.

Die Pflege begrenzt sich auf ein einmaliges Mähen zum Ende des Sommers oder auch erst im Herbst. Wichtig ist vor allem, dass sich Samen gebildet haben und bereits auf den Boden gefallen sind. Wenn Sie eine große Fläche haben, sollten Sie sich im Sommer unbedingt einen Weg für Spaziergänge freimähen. Außerdem können Sie durch das Mähen Triebe von Sträuchern entfernen, deren Samen durch den Wind oder Vögel eingetragen wurden. Damit die Wiese überleben kann, muss sie atmen können. Lassen Sie keine Mährückstände zurück, da sie den Boden anreichern. Wenn Sie eine prächtige Vielfalt bewahren wollen, müssen Sie den Boden eher mager halten.

Caroline Géneau
VIKING Garten-Expertin

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